Der Feuerritter
Die Marke beginnt nicht mit einem Messer, sondern mit einer Geschichte. Sie erzählt von Jerome, einem Jungen, der einem blauen Königsadler das Leben rettet und dafür eine Freundschaft geschenkt bekommt, die alles verändert. Er verliebt sich in eine Prinzessin, doch nur ein Ritter darf um ihre Hand anhalten. Der Adler leiht ihm eine Rüstung, und der Preis dafür ist hoch.
Jerome wird zum Feuerritter. Nachts steht er in Flammen, und mit den Flammen kommt eine schwarze Seele, die immer mehr Besitz von ihm ergreift. Nur ein einziges Messer kann die Rüstung durchdringen: das Chevalier-Messer, geschmiedet für einen ganz anderen Zweck. Am Ende ist es die Liebe, die ihn befreit, und der Adler bezahlt dafür mit seinem Leben. Aus dem Metall der Rüstung lässt Jerome viele Messer schmieden, jedes mit einem anderen Griff, und stellt sie in alle vier Windrichtungen seines Landes auf.
Die ausführliche Fassung steht auf der Seite Der Feuerritter, die vollständige Legende im Blog auf original-laguiole.de. Es ist nicht die einzige Geschichte dieser Art: Auch Areco Askan und Séraphin standen am Anfang einer Edition. Alle finden Sie unter Legenden.
Von der Legende zur Marke
In Anlehnung an diese Legende entstand Chevalier Laguiole. Der Name ist Programm: Chevalier heißt Ritter, und ein Ritter steht für Haltung, Mut und die Bereitschaft, das Beste zu geben. Aus der Ur-Edition Gawain wurde die Edition Fire Knight, die den Feuerritter als Gravur trägt. Wer sie in der Hand hält, hält ein Stück dieser Geschichte.
Gegründet wurde die Marke 2004. Bis das erste Messer wirklich zu haben war, vergingen weitere vier Jahre: Seit 2008 sind Chevalier Laguiole online. Diese vier Jahre dazwischen waren keine Pause, sondern Zeichnungen, verworfene Entwürfe und Reisen zu Schmieden, die eine Idee aus Deutschland erst einmal ernst nehmen mussten.
Inzwischen sind daraus 16 Editionen mit 127 Werken geworden. In 18 Jahren ist keines dem anderen gleich geworden, weil kein Mammutbackenzahn, kein Stück Koralle und keine Damastklinge dem anderen gleicht.
Entworfen in Wuppertal
Jedes Messer beginnt als Zeichnung. Wir überlegen die Form der Platinen, die Linie des Griffs, wie die Biene aussehen soll und wo guillochiert wird. Manches wird zehnmal verworfen, bevor es jemand außerhalb des Hauses zu sehen bekommt.
Was von uns kommt, ist die Idee. Was den Unterschied macht, kommt aus Frankreich.
Geschmiedet in Frankreich
Ist eine Zeichnung reif, reist sie nach Frankreich. Dort arbeiten Schmieden, die ihr Handwerk seit Generationen weitergeben, und in deren Werkstätten Dinge selbstverständlich sind, für die es anderswo keine Zeit mehr gibt. Sie schmieden, schleifen, guillochieren und setzen zusammen. Ein Messer, das zurückkommt, trägt beide Herkünfte in sich.
Genau das meinen wir, wenn wir von europäischer Zusammenarbeit sprechen. Nicht als Schlagwort, sondern als Arbeitsweise: eine deutsche Idee, französische Hände, ein gemeinsames Ergebnis, das keiner der beiden Seiten allein gelungen wäre.
Gemeinsam mit der Community
Ein Teil der Editionen entsteht nicht hinter verschlossenen Türen, sondern zusammen mit der Original-Laguiole-Community. Materialien, Formen, manchmal sogar die Namen werden gemeinsam entschieden. Wer dabei war, erkennt sein Messer später wieder, weil er einen Teil davon mitgedacht hat.
Das ist der Grund, warum diese Seite eine Galerie ist und kein Geschäft. Hier geht es um die Freude an der Entwicklung. Gekauft wird bei original-laguiole.de.
Echtheit
Der Begriff Laguiole ist nicht geschützt, und das nutzen viele Anbieter aus. Jedes Chevalier Laguiole trägt deshalb ein Echtheitszertifikat der A.I.P.C.L., des internationalen Verbands der Laguiole-Messereigentümer. Es bestätigt, dass das Messer wirklich in Frankreich von Hand gefertigt wurde.